Crossmedia-Journalismus – welche Ausbildungselemente sind wichtig?

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Das Ziel ist klar: der Beruf des Journalisten. Aber worauf kommt es heute wirklich an?

Nach wie vor ist es wichtig, das man für den Beruf brennt. Die Recherche ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der journalistischen Arbeit, erklärt Ramona Schittenhelm, selbst seit 20 Jahre in diesem Beruf tätig. Klar. Für viele Verlage zähle der Hochschulabschluss. Aber was bringt der, wenn man am Ende nicht mit ‚Menschen kann‘. Nicht jeder Journalist will in der großen Politik schreiben oder in der Redaktion am PC irgendwelche Agenturmeldungen überarbeiten.

Journalist sein heißt, in der Praxis agieren

 

Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz bei der Ausbildung – also nicht nur ein Hochschulstudium sondern auch das Handwerkszeug in der Praxis zu erlernen. Nur so ist es möglich professsionell zu arbeiten. Das theoretische Rüstzeug kann man sich z.B. an Journalistenschulen aneignen. Solche Institutionen sind auch wichtig für einen guten und effektiven Austausch mit anderen. Auch werden über solche Einrichtungen und die dort entstandenen Kontakte Jobs mitunter vergeben.

Einrichtungen wie die Freie Journalistenschule beispielsweise bildet Menschen mit einer Erstausbildung zu Journalisten aus. Diese sind dann häufig fachlich versiert, da sie ja bereits eine berufliche Erfahrung z.B. im Gesundheitsbereich, in der Seniorenarbeit, im Maschinenbau oder anderen Bereichen haben. Dadurch – durch diese Spezialisierung – ist u.U. die Verbesserung der Arbeitsmarkt-Chance möglich.

 Herzblut spielt eine Rolle als Journalist

Neutralität ist wichtig. Dennoch muss man als Journalist für ein Thema brennen. Es heißt hier, die Gratwanderung zu beherrschen, themen kritisch zu betrachten und Emotion möglich werden zu lassen. Dies kann bei manchen Themen eine wahre Herausforderung werden, da man u.U. selbst emotional  betroffen werden kann.