Journalismus online – trotz Tempo auf Qualität achten

Trotz allen Tempos sei es wichtig auf Qualität zu setzen, appellirrt Ute Korinth, Bundesvorsitzender des Fachverbandes beim Deutschen Journalustenverband  (DJV). Nur so sei es möglich, sich effektiv gegen auch Aufruf von ‚Rechts‘ zu wehren.

Theben wie die Entwicklung des Onlinejournalus werden bei der Vortragsreihe „besser online“ seit 14 Jahren thematisiert.

 

Nutzerorientierung, Fakenews oder künstliche Intelligenz im Journalismus wurden durch Online-Affine Referenten wie Lorenz Lorenz-Meyer, Professor an der Hochschule Darmstadt. Auch der Leiter des Social Media Teams der Polizei Sachsen, Polizeihauptkommissar Olaf Hoppe berichtet von seiner sich zuletzt stark veränderten Arbeitsweise.

Der veranstaltende Fachverband schaffte hier einen Spagat aus aktuellem Ereignis (rechte Demos) aber auch einem Ausblick in das, was der Journalismus zukünftig leisten muss.  Und dazu sei eine grundlegende Bereitschaft wichtig sich neuen Entwicklungen stellen. Und das mit der grundsätzlichen Neutralität die der Journalismus eigentlich verlangt.

 

Journalismus (nicht mehr) auf Augenhöhe: zu dieser Erkenntnis kommt Prof. Meyer.  Denn das sei zu stark von Beliebigkeit abhängig.

Qualitätsausbildung und journalistische Recherchegemeinschaften werden in Zukunft noch wichtiger werden als sie dies ohnehin sind.

 

Im Zusammenhang mit Fakenews wird die Recherche ebeinfalls wichtiger werden. Auch um diesen für die Zukunft glaubwürdig zu halten.

 

Meyer spricht in diesem Zusammenhang von Journalismus mit Respekt. Interviews beispielsweise sollen gut vorbereitet sein. So könnte man sach- und fachlich sich auch schwierigen Themen journalistisch und neutral stellen.

– endemotionalisieren

– weg vom verlegerischen Denken

– professioneller werden

– Wahrheit in Öffentlichkeit bringen

– über Zielgruppen hinaus sprechen

– Gemeinwohlorrientierung / public value statt shareholder Valentin

– Nachrichtenwert wieder finden

– Lebenswerten der Zielgruppen aufgreifen

– strategisches Themenmanagement

– wie bekommen wir Leser wieder dazu Themen ganzheitlich wahrzunehmen

– starke journalistische Marken schaffen

– Dialog mit Nutzern aber auch Kollegen

Journalisten müssen wieder lernen „unbequemzu werden.