Kabarett mit Michl Müller: Ein Franke mit viel Wortwitz

Aktualität ist für Michl Müller bei seinem Auftritt in Karlskron oberste Pflicht

Karlskron „Scheiße, das Benzin ist aus. Die Verwandtschaft bleibt bis Pfingsten“, eröffnete der fränkische Kabarettist Michl Müller den Reigen an Wortwitz, der sein aktuelles Programm „jetzterstrecht“ eröffnete.

Gäste im bunten Abendprogramm des Wort-Artisten waren Thilo Sarazin, Guide Westerwelle oder Liz Taylor.

Die Veranstaltung des Fördervereins des SV Karlskron war bereits vor Wochen ausverkauft. Und das, obwohl Müller bereits vor drei Jahren einmal im SV-Heim zu Gast war. Seit seinem 25. Lebensjahr Kabarettist, gehört Michl Müller mit seinen knapp 40 Lenzen zu den Stars und Senkrechtstartern der Kabarettszene in Bayern gleichermaßen. Inzwischen tritt der Franke rund 100 Mal pro Jahr auf.

Besonders spannend und witzig gleichermaßen ist Müller schon allein deshalb, weil es ihm gelingt, auch aktuelle Themen in sein Programm mit aufzunehmen. Nicht nur die alt bekannten Gags wie Fränkisch Walking oder Witze über die Politiker und Stars unserer Zeit zählen zu seinem Repertoire.

Die Veranstaltung in Karlskron spielte exakt einen Tag nach der aufsehenerregenden Royal-Hochzeit in Großbritannien. So durfte natürlich der „bunte Tierpark“ um „Kanarienvogel Elisabeth“ nicht fehlen, wobei Kate und William dabei quasi die perfekten Gastgeber des Spektakels waren.

Als bekennender Franke freute sich Michl Müller selbstverständlich auch über seinen Club, der ein paar Stunden vor dem Auftritt quasi der Meistermacher der laufenden Bundesliga-Saison war. Naja – und der, der Schuld daran war, dass Luis van Gaal den FC Bayern verlassen musste, schäkerte er mit dem Publikum, das bereits von der ersten Minute des Programmes voll mit dabei war. Die positive Wirkung des Künstlers auf das Publikum war gleich von Beginn zu spüren. Michl Müller überzeugte durch das gekonnte Zusammenspiel von Mimik, Gesten und natürlich die „spannenden Geschichten“, die der wortwitzige Franke an diesem Abend mitgebracht hatte.

Veröffentlicht am 2.5.2011 in der Neuburger Rundschau, Autor: Ramona Schittenhelm