Kein Interesse am Umweltpreis?

Karlskron Der Umweltpreis 2010 wird mangels Vorschlägen heuer in Karlskron ausgesetzt. Stattdessen überlegt der Gemeinderat, einen Umweltprojekttag der örtlichen Schule mit regionalem Bezug zu unterstützen.

Ins Leben gerufen wurde der Umweltpreis vor zwei Jahrzehnten. Doch die Vergabe war schon einmal mangels geeigneter Kandidaten acht Jahre lang ausgesetzt. 2009 konnte dann mit dem Imkereiverein Reichertshofen und Umgebung ein würdiger Preisträger gefunden werden. In diesem Jahr waren allerdings wieder weder vonseiten der Gemeinderäte noch der Bürger Vorschläge eingegangen. Aus diesem Grund entschied sich der Gemeinderat erneut dafür, die Preisverleihung auszusetzen. „Denn selber auszeichnen können wir uns schlecht“, so Bürgermeister Friedrich Kothmayr. Die Kommune hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Schulhaussanierung auf eine alternative Energieform, die Hackschnitzelheizung, gesetzt, entsprechend geplant und umgesetzt. Damit, so die planenden und ausführenden Architekten des Schulhaussanierung Helmut und Claudia Schwalm, werde so viel Energie erzeugt, dass nicht nur das Schulhaus gut geheizt werden könne, sondern auch das Rathaus.

Arnbach-Gruppe mit positiver Bilanz

Neben den eingesparten Energiekosten hat man in Karlskron weitere positive Zahlen zu vermelden. Mit einem Wasserverbrauch von 134 Litern pro Einwohner liegt man knapp unter der Marge vom Vorjahr. Insgesamt konnte der Abwasserverband der Arnbach-Gruppe eine positive Planungsbilanz für 2011 vorlegen, die im Rahmen der Verbandsversammlung im Laufe des November detailliert vorgestellt werden soll. Bürgermeister Kothmayr informierte die Gemeinderäte Karlskron bereits im Vorgriff über die finanzielle Lage. Letztlich sieht der gesamte Wirtschaftsplan 2011 im Verwaltungshaushalt eine Endsumme von 1,7 Millionen Euro vor, der Vermögenshaushalt beträgt rund 730 000 Euro. Aufgrund der bestehenden Rücklagen, die der Verband in den letzten Jahren gesammelt hatte, seien im kommenden Haushaltsjahr keine Probleme zu erwarten.

Neben der Genehmigung zweier Bauanträge erlaubte der Gemeinderat der Feuerwehr Adelshausen künftig die Nutzung des Gemeindewappens im Vereins-Briefkopf.

Der Gemeinderat beziehungsweise der Freizeitausschuss wird sich der Jugendgruppe „Josiburger“ annehmen. Auf Anregung der Gemeinderätin Christa Froschmeier sollte man versuchen, das Thema direkt anzugehen und mit den Interessengruppen in Kontakt zu treten. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach kleinere Diskussionen darüber, weil die Jugendlichen zu viel Lärm und Dreck verursachen würden. In Verbindung mit dem Jugendvertreter wird sich ein Teil des Gemeinderats mit dem Thema „Josiburger“ beschäftigen und im direkten Gespräch sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den Anwohnern versuchen, eine Lösung zu finden.

Anonyme Einträge auf der Homepage der Gemeinde werden künftig sofort wieder entfernt, da man darauf keine Stellungnahme abgeben könne und wolle, wenn der Verfasser nicht zu seinen Aussagen stehen würde, so Bürgermeister Kothmayr.

Erschienen in Neuburger Rundschau: 11.11.2010