Nicht nur Viren lauern im Internet

Natürlich ist beim Surfen im WWW oder Öffnen von Emails unbekannter Absender Vorsicht geboten, viel zu groß ist die Gefahr, sich einen Virus einzufangen. Regelmäßig wird sogar in der Tagespresse vor besonders resistenten und aggressiven Vertretern dieser Gattung gewarnt.

Zu Recht, aber wer warnt den Otto-normal-User vor dem Internet? An Hochschulen lernt man bezüglich des Internets zwei wichtige Dinge:

1. Internetquellen müssen lieber drei- als zweimal geprüft werden hinsichtlich Seriosität, Urheber, etc. – Urheberrecht wird nicht gerade groß geschrieben.

2. Auch die Profs kennen inzwischen die kostenlosen Programme, mit denen man binnen Sekunden feststellen kann, ob im Internet ohne Beleg abgekupfert wurde.

Nichts Neues? Abwarten…

Ich fand viel erschreckender, dass man sich inzwischen nicht einmal mehr bei Foren und Blogs darauf verlassen kann, dass die geposteten Meldungen eine ehrliche Meinung und Einschätzung widergeben und mir so bei der Entscheidungsfindung oder Informationssuche helfen. Inzwischen ist die regelmäßige Befüllung mit Content für die Suchmaschinen unerlässlich. Content muss überlegt und niedergeschrieben werden – prima, so können neue Stellen geschaffen werden. Aber mal im Ernst: Die Blogger selbst können die notwendige und gewünschte Informationsmenge oftmals alleine nicht produzieren. Deshalb werden Textaufträge vergeben, die leider öfter als mir – einer Vertreterin dieser Zunft – lieb ist, schnell runtergeschrieben werden, damit sie einträglich sind. Ärgerlich, oder? Masse statt Klasse lautet das Motto. Damit will ich nicht alle Texter, Blogger, etc. verteufeln oder anklagen – es gibt nämlich ganz ganz viele gute und seriöse – vielmehr geht es mir darum, dass man mit offenen Augen, Verstand und einer gesunden Portion Vorsicht im Netz unterwegs ist.

Bis demnächst,

Ihre Claudia Hösl

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