Recherche ist die Basis des Journalismus

Um einen Text zu veröffentlichen bedarf es einer fundierten Recherche. D.h. Journalisten prüfen Informationen, die sie erhalten, machen sie dadurch zu Fakten. Die Recherche ist dabei die Pflicht eines Autoren. D.h. ein einfaches kopieren von Fakten ohne diese selbst geprüft zu haben ist journalistisch gesehen ein „No go“. Das Minimum der Recherche ist dabei, bei beteiligten Stellen die Informationen gegenzuprüfen. Ein wirklich erfolgreicher Rechercheur dagegen geht hier noch einen Schritt weiter. Gerade, wenn es um heikle Informationen geht gelingt es ihnen mit Geschick und Erfahrung, ihre Fakten trotzdem überprüfen zu kjönnen. Ggf. mit Hilfe von Ersatzinformationen.

Allerdings ist es gar nicht unbedingt immer leicht, einen schriftlichen Beleg zu erhalten, wenn es um heikle Themen geht. Denn manchmal bekommt man zwar die Möglichkeit, Unterlagen einzusehen, nicht jedoch, diese zu kopieren, damit man diese bei der weiteren Recherche und der späteren Berichterstattung fundiert nutzen kann.

Gerade bei möglicherweise Problematischen Recherchen ist es jedoch auch zum eigenen Schutz wichtig, dass man Belege und Unterlagen dokumentiert und sich als der betreffende Journalist auch in den eigenen Unterlagen abheftet. Auch nach der Veröffentlichung (Stichwort: Prozessrisiko). So lässt sich beispielsweise die Unterlassungserklärung eines Firmenchefs, dem die Berichterstattung über ein Thema nicht gefallen hat beiseite legen. Denn: man hat ja die Belege, die die eigenen veröffentlichten Informationen belegen vorliegen.

Recherchebelege helfen auch gegen Erinnerungslücken, wenn man den umfassenden Artikel erst zu einem späteren Zeitpunkt schreibt. In vielen Fällen kommt man weiter, wenn man das Vertrauen der Gegenseite gewinnen kann. Wenn nicht, weißt es eine gewisse Kreativität walten zu lassen, erklärt Ele Schöfhaler in ihrem Praxistipp für Journalisten „Recherche-Praxis“ (Journalisten-Werkstatt / Medium Magazin).