Journalismus ist weit mehr als nur Artikel schreiben

Die Medienwelt wandelt sich. Wurden Artikel früher mit der Druckmaschine gesetzt, werden die Seiten heute direkt am Rechner zusammengestellt, belichtet und an direkt an den Druck weiter gegeben. Die Vorlaufzeiten verkürzen sich damit. Wer noch vor 20 Jahren Journalismus betrieb, der kannte den sog. Klebeumbruch. D.h. Artikel wurden ‚gesetzt‘, ausgedruckt und per Aufkleben auf ein Blatt Papier zusammengestellt. Dies diente als Vorlage für die Druckseite.

Um die Jahrtausendwende – also in den letzten zehn Jahren – wurde von den Redakteuren ein immer umfassenderes Wissen erwartet: die Eier legende Wollmilchsau war gefragt, die Schreiben konnte und zugleich als VJ die Beiträge für das (lokale) Fernsehen gleich mit lieferte. Die Entwicklung von Verlagsseite her ging dabei häufig dahin, hier nur mehr sog. Freie Journalisten einzusetzen und ein Terminbezogenes Honorar zu bezahlen – Beiträge für Hörfunk, Zeitung und Fernsehen inklusive.

Inzwischen haben einige Verantwortliche bereits festgestellt: Werte und Qualität gehen dabei verloren. Denn: geschrieben wird in der heutigen Zeit von vielen. Nur bleibt die Frage ob Verteilung, inhaltlicher Qualität und journalistischem Hintergrund. Volontariate – also die Grundausbildung des Journalismus – sind zwar noch wichtig. Wer Journalist werden will wird sich zuünftig jedoch darauf einstellen müssen, zuerst ein Studium zu absolvieren.

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Journalistische Darstellungsformen im Internet

Die Nachricht überwiegt als Darstellungsform im Netz. D.h. die klassische Nachricht im Internet ist aufgebaut, so wie man es in den Printmedien bei einer Nachricht oder einem Bericht kennt. Das Wichtigste kommt am Anfang, die Informationen sind vom Ende her kürzbar. Also genauso, wie dies bei einer Pyramide ist, die auf dem Kopf steht. Die Userbedürfnisse stehen dabei zu 100 Prozent im Mittelpunkt. Neben der Meldung und dem Bericht als neutrale Nachrichtenformen gibt es noch die Reportage bzw. die Netzreportage. Letzgenannte geht insofern über die normale Nachricht hinaus, da sie auf die Möglichkeiten mehrer Medien zurückgreifen kann – Videos, Bilder und Audio-Files können die Reportage, die bildhaft erzählt ergänzen.

Netzdossiers, Portraigs und Features werden ebenfalls im Netz verwendet. Nur eben weit weniger häufig, als die einfache Nachrichts- und Berichtsform. Ergänzend dazu sind das Interview sowie die kommentierenden Darstellungsformen zu erwähnen.

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