Facebook will weitere Einnahmen generieren – Nachrichten verschicken kostet zukünftig Geld

Ramona Schittenhelm
aktuell kommentiert

Facebook könnte schon bald auch für private Nutzer Kosten nach sich ziehen. Denn das Social Media-Netzwerk hat inzwischen außer in den USA auch in einigen Ländern Europas ein Bezahl-System eingeführt. User müssen Centbeträge dafür entrichten, wenn sie Nicht-Freunden Nachrichten schicken. Dies wird speziell dann etwas teurer, wenn es sich um prominente Personen handelt. Der Promi-Grad richte sich dabei angeblich an der Zahl der Freunde bzw. Follower sowie dem Bekanntheitsgrad der Person. So kann es sein, dass Olympiasportler teurer sind als Schriftsteller – auch wenn beide in der Öffentlichkeit stehen und man diese vom Prinzip her beide (weltweit) kennt.

Auf die Frage, warum manche Facebook-Nachrichten plötzlich kostenpflichtig sind gibt es unterschiedliche Ansichten. Facebook spricht davon, dass man so verhindern wolle dass SPAM produziert wir und über ihre Kanäle läuft. Social-Media-Spezialisten sprechen dagegen davon, dass Facebook so schlichtweg eine zusätzliche Einnahmequelle generieren möchte. Außen vor bleiben offensichtlich aber die Nachrichten innerhalb von Freunden – die bleiben nach wie vor kostenfrei.

In den USA läuft dieser Facebook-Test bereits seit Dezember 2012 – seit einigen Tagen sind nun 36 weitere Länder (darunter Großbritannien und Deutschland) in diesen Test integriert. Die Zahlung der kostenpflichtigen Nachrichten erfolgt via Kreditkarte. Die konkreten Preise werden aktuell erst durch Facebook ermittelt.

 

Weiterlesen

Der Papst-Rücktritt sprengt alle bisherigen Social-Media-Werte

Anstieg der Ergebnisse auf Facebook und TwitterGestern um die Zeit war die Twitter- und Facebook-Welt noch normal. Vor 22 Stunden jedoch begann eine mediale Besonderheit, wie Social-Media-Experten wie Thomas Lindner, Gründer von uberMetrics Technologie feststellte. Das Unternehmen hat den Papst-Rücktritt seit Bekanntwerden  während des gesamten gestrigen Zeitpunktes beobachtet und analysiert. Eig. schon kurze Zeit nach Bekanntwerden der Rücktrittsinformation schlug eine Welle der Webanfragen und Informationen nach oben.

In Twitter und Facebook begann der News-Hype um Papst-Rücktritt schon vor Mittag

In der Zeit ab Bekanntwerden bis Mitternacht waren im gesamten Web etwa 223.000 Treffer zum Begriff Papst oder seiner englischen Abwandlung „Pope“ zu finden, der Großteil davon mit knapp 200.000 Treffern in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter.  Und nicht Facebook sondern Twitter war hier Spitzenreiter. Mehr als 105.000 Tweets standen etwa 94.000 Facebook-Posts gegenüber. Rechnet man nun dies in Stunden bzw. Sekunden um, ergibt sich ein enormes Ergebnis. Die 16.700 Tweets pro Stunde entsprechen nämlich 4,5 Tweets pro Sekunde weltweit. In Facebook waren es etwa drei Beiträge pro Sekunde (Stunde: 11.400).

Normale Werte, so Lindner, seien beispielsweise etwa 140 Tweets pro Stunde bzw. 9 Facebook-Beiträge pro Stunde (Vgl-Zeitraum 3.-10. Februar 2013).  Als größten Anstrum kann man die Zeit gestern gegen 13.00 Uhr feststellen.

Pontifex, Pope, Papst … Hashtags sorgen für News-Welle

Hashtags – also Erwähnungen von Begrifflichkeiten wie @Pontifex, #Papst oder #Benedikt – waren absolute Spitze. Der päpstliche Account @Pontifex hatte davor etwa 4900 Mentschons täglich. Gestern waren es über 12.400.  International kann man gewisse Abweichungen beobachten. Der Hashtag #BenedictoXVI beispielsweise tauchte erst mit etwa einer Stunde Verzögerung in der Twitter-Welt auf.  Experten gehen hier von der Zeitverschiebung zwischen Europa und der Rest-Welt als möglicher Ursache aus. Die Hashtags #Benedikt und #Papst sorgten am Rosenmontag für Turbulenzen – lediglich der Begriff #Rosenmontag konnte gelegentlich noch an die Anfragen anknüpfen.

Während man in Deutschland bzw. Europa gestern abend sowohl im Web als auch den klassischen Medialen Nachrichten ohne das Papst-Thema nicht auskam, war das Interesse am Papst-Rücktritt in nder internationalen Übersee-Welt bis dahin bereits wieder abgeflaut.

Weiterlesen

Fankauf kann dem Unternehmens-Image schaden

Ist die Zahl der Fans und Follower wirklich aussagekräftig, wenn es darum geht, wie gut ein Medium tatsächlich ankommt. Für Unternehmensverantwortliche ist es zumindest ein wichtiges Messkriterium. Hat nämlich die Unternehmensseite lediglich 100 oder etwas mehr Fans, wird schnell Kritik laut. Daher sind viele Social-Media-Verantwortliche in den Unternehmen bestrebt, die Zahl der Follower künstlich nach oben zu hiefen, um den Erwartungen der firmeneigenen Marke auch im Social Web gerecht zu werden. Insbesondere, da man ja den Vergleich anderer weltweiter Marken hatt, die mitunter Fanzahlen im Millionenbereich haben. Fan-Kauf-Angebote sind daher für viele verlockend und wenn man dort schaut, stellt man sehr schnell fest, dass sich hier tatsächlich auch die Vertreter der großen Unternehmen tummeln.

Nutzer lassen sich häufig auch von diesen augenscheinlichen Zahlen blenden. Wenn schon 1.000 andere der Marke vertrauen, fällt es leichter, es auch zu tun. Erst nach dem Blick auf die Follower-Zahl erfolgt bei vielen erst der Blick auf Aufmachung und vor allem Inhalte. Dies gilt auch für die Rückmeldung der jeweiligen Fans … ist diese mäßig, weil es sich lediglich um gekaufte Fans handelt und die Inhalte dürftig sind, um diese zu locken, könnte dies negative Auswirkungen auf die online Reputation des Unternehmens im Social Web haben. Wichtiger ist es daher, auf tatsächliche Botschaften zu setzen, um neue Freunde und Begeisterte für sich und seine Marke zu finden.

Weiterlesen

Nachrichtenbasiert arbeitende Journalisten als soziale Netzwerker

Ein Handbuch für Journalisten, wie man sich am Besten im Dschungel der sozialen Netzwerke bewegt ist es das Buch von Daniel Bouhs „Soziale Netzwerke für Nachrichtenjournalisten“. Versehen mit der ISBN-Nummer 978-3-8424-6756-9 wurde es herausgegeben von der Nachrichtenagentur dapd. Der Kostenpunkt für das Buch liegt bei 24,90 Euro.

Aber was erwartet den Leser des Buches? Bouhs hat versucht, kompakt das wesentliche zum Thema Social Media und Nachrichtenjournalist zusammen zu fassen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass man merkt, dass Bouhs sich in der digitalen Welt auskennt und dennoch nicht von oben herab auf den Leser belehrend auftritt sondern eher erklärend. Denn dadurch ist es auch nicht ganz so digital-affinen Journalisten möglich, sich näher mit dem Thema auseinander zu setzen und den Mehrwert für die eigene journalistische Arbeit zu entdecken und zu erkennen.

Denn wichtig sind soziale Netzwerke für die Arbeit eines Journalisten geworden, egal ob es sich nun um Twitter, Facebook, Google+ oder andere – vielleicht regionalere – Netzwerke handelt. In den großen Redaktionen gehört die Social-World zum Alltag. Allerdings, so Bouhs, sollte man beim Twittern und Posten auf einige Dinge achten und das journalistische Handwerkszeug das man aus dem klassischen Printbereich kennt durchaus anwenden. Auch wenn manches in dem Buch nicht in die Tiefe geht (was bei einem kompakten Grundwerk sicherlich auch nicht möglich sein kann) so kann man sich hier dennoch einen ganz guten Überblick zum Thema verschaffen.

Weiterlesen