Medienarbeit muss strategisch geplant werden – Vier-Stationen-Modell

hopfengarten

Welche interessante Informationen habe ich, wen will ich informieren, welche Medien sind dafür relevant – diese Fragen muss man sich als PR-Schaffender beantworten, ehe man für das ausgewählte Zielgruppen-Medium den passenden Beitrag verfasst bzw. liefert. Nur so kann PR wirkungsvoll sein. D.h. hinter sinnvoller und effektiver Medienarbeit steckt eine fundierte Strategie.

Professionelle Arbeitsentlastung durch gut aufbereitete PR kann Journalisten mitunter bei ihrer aktuellen Arbeit entlasten. Allerdings – und das zeigen die jüngsten Berichte rund um Einflussnahmen in die Medienberichterstattung – sollte man sich bewusst machen, dass Marketing und PR keinesfalls soweit gehen sollte, dass Einfluss in die unabhängige Berichterstattung genommen wird. Denn: die beste PR ist letztlich diejenige, die über unabhängige und glaubwürdige Medien erfolgt.

PR-Schaffende wollen erreichen, dass ihre Arbeit nicht unmittelbar im Papierkorb des Journalisten landet. Journalisten sind aber nicht die Dienstleister des Unternehmens. PR-Arbeit sollte daher eine Arbeitsentlastung für den Journalisten sein. Positive Image- oder Produktinformationen sind das eine, der Mehrwert für den Leser sollte aber auch hier zentral im Mittelpunkt stehen.

Welche Informationen sollen wie aufbereitet über welche Medien welche Zielgruppen erreichen?

Der PR-Praktiker agiert dabei genau Spiegelverkehrt zum Journalisten – muss also umdenken, weg vom eigentlichen Unternehmensziel hin zur Zielgruppe, zum Verbraucher, um den eigenen Bekanntheitsgrad bzw. die Imagewirkung für das eigene Produkt bzw. Unternehmen so optimal wie möglich zu gestalten.

Faktisch muss man erst konzeptionieren, dann kann die Handlung erfolgen. Dies kann den Instrumenten der Medienarbeit zugerechnet werden.

Weiterlesen

Recherche … was ist zu Beachten

Wer erfolgreicher als andere recherchiert, hat oft auch mehr Erfolg im Beruf. Das gilt erst recht für freie Journalisten, die im harten Wettbewerb eben den besonderen Aspekt, den ungewöhnlichen Blickwinkel einer Geschichte herausfinden müssen, um gute Marktchancen zu haben.

Recherchieren lernt man am besten in der Praxis. Aber aus den praktischen Fehlern anderer kann man immerhin auch eine Menge lernen. Wer einfach drauflos recherchiert, muss schon ziemlich viel Glück haben, um am Ende ein brauchbares Ergebnis zu bekommen. Mal ganz von kostspieligen Irrwegen abgesehen.

• Je skandalträchtiger ein Fall, desto kritischer sollten sie dessen Bedeutsamkeit prüfen.

• Häufiger Fehler bei der Recherche: Journalisten trauen den Informanten am meisten, die das sagen, was die Journalisten selber auch denken oder vermuten. Gute Rechercheure misstrauen zuallererst den eigenen Gefühlen und Einschätzungen.

• Je sympathischer ein Informant erscheint, desto mehr sollte man auf innere Distanz bedacht sein.

• Testfragen für Informanten sind dann sinnvoll, wenn man dessen Glaubwürdigkeit gezielt überprüfen will.

• Ist die Hypothese im Zusammenhang mit den Recherchen noch möglich?

• Rechte der anderen berücksichtigen die eigenen Rechte kennen: beispielsweise die Auskunftspflicht der Behörden (kommunale Ämter, Regierungen, Ministerien, Amtsgericht etc.)

Weiterlesen