Aljona Savchenko und Robin Szolko holen Gold in Russland

Die Eiskunstlauf-Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolko haben bei der Eislauf-Weltmeisterschaft Gold im Paarlauf gewonnen. Die beiden Sportler trainieren in teilweise in Oberstdorf, teils in Chemnitz, für deren FC Savchenko startet. Trainiert wird das Eiskunstlauf-Traumduo von Ingo Steuer. Die beiden Sportler gehören zu den Aushängeschildern der Deutschen Eislauf-Union. Für Savchenko ist es die dritte Gold-Medaille bei einer Weltmeisterschaft, die gebürtige Ukrainerin gewann darüber hinaus vier Gold-Medaillien bei Europameisterschaften – auch 2011 in Bern. Bei den Olympischen Spielen in Vancouver gewann das Paar die Bronze-Medaille. Die ursprünglich in Japan geplante WM wurde aufgrund der Atom-Katastrophe nach Russland verlegt.

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DSV-Staffel ausgeglichen besetzt mit Drang auf’s Podest: Vorbereitung auf Ruhpolding 2012 top

Kathrin Hitzer verzichtete aufgrund einer Erkältung auf ihren Staffeleinsatz. Dadurch ergab sich folgende Staffelbesetzung für Deutschland: Andrea Henkel, Miriam Gössner, Tina Bachmann und Magdalena Neuner. Henkel ist dabei außer der Reihe als Startläuferin, Neuner übernimmt den Part der Schlussläuferin. Diese Entscheidung ging dabei von Henkel selbst aus, die sich derzeit dem Druck des Schlussläufers nicht aussetzen wollte. Die einzelnen Aufträge an die Athleten ergeben sich: die Thürigerin Andrea Henkel sollte eine gute Ausgangsposition im Spitzenfeld schaffen. Die Garmisch-Partnekirchenerin Gössner – eine Top-Läuferin – sollte im Idealfall einen kleinen Vorsprung herauslaufen, während Tina Bachmann die erreichte Position festigen sollte. Der Part von Magdalena Neuner: die Staffel ins Ziel bringen, so weit vorne wie möglich :).

Pünktlich um 11 Uhr begann die letzte Entscheidung der Biathlon-Weltmeisterschaft in Chanty-Mansijsk (Russland) – Die 4×6 Kilometer-Staffel der Frauen. Die erste der vier Läuferinnen Andrea Henkel hat dabei ihre Aufgabe gut gemacht und hat zeitgleich mit der Ukraine und Italien auf Miriam Gössner übergeben. Gössner läuft gegen die Ukrainerin Vita Semerenko und Karin Oberhofer (Italien). Läuferisch bewies Gössner im Rennen einmal mehr ihre Klasse und schaffte es, sich vor dem ersten Schießen einen kleinen Vorsprung vor der Ukraine heraus zu laufen. Gössner schoss langsam, hat sich beim Schießen Zeit gelassen und musste zweimal nachladen: 17 Sekunden hinter Russland ging es für die 20-Jährige aus Oberbayern wieder auf die Loipe. Das Stehendschießen für Gössner lief nicht gut: 2 Strafrunden für Deutschland, damit 51 Sekunden hinter den nun führenden Weißrussen auf Rang 6 liegend die letzten zwei Kilometer in Angriff nahm. Vor ihr lagen Weißrussland, Ukraine, Frankreich, Italien und die Slowakei. Bis zum Wechsel auf Tina Bachmann – Silbermedaillengewinnerin im Einzelrennen – konnte Gössner wieder einiges an Plätzen gut machen: auf Rang 4 hinter Weißrussland, der Ukraine und Frankreich mit 50 Sekunden Rückstand übergab sie an die dritte DSV-Läuferin. Zeitgewinn seit dem verunglückten Schießen war keiner zu verzeichnen. Damit liegt Deutschland bei Halbzeit des Rennens 30 Sekunden hinter den Medaillenrängen (2. Ukraine und 3. Frankreich). Viel Respekt hatte Gössner bei ihrem ersten Staffel-Auftritt bei einer Weltmeisterschaft, erzählte die 20 Jährige nach ihrem Wettkampf.

Mit zwei Nachladern überstand Tina Bachmann ihr erstes Schießen – der Rückstand auf die führenden Weißrussen wuchs auf 1:16 Minuten an. Auch im Stehendschießen kam Bachmann mit zwei Schießfehlern davon. Der bereits reduzierte Rückstand wuchs erneut auf 1:26 an. Die Medaille – Rang 3 mit Frankreich – ist mit 20 Sekunden noch greifbar. Vor den fünftplazierten Deutschen liegt die Slowakei, Frankreich sowie das Führungsduo Weißrussland und Ukraine. Die 24 Jährige kämpfe auf der Strecke noch einmal. Die Slowakei war schnell überholt und die Attake auf Frankreich sowie das Führungsduo Ukraine und Weißrussland war erfolgreich. Bachmann übergab auf die gleichaltrige Magdalena Neuner auf Rang 4 liegend mit einem Rückstand von 67 Sekunden auf die Spitze, unmittelbar hinter Frankreich.

Mit nur einem Nachlader konnte Magdalena Neuner zeitgleich mit der Französin den Schießstand verlassen und auf die letzten 4 Kilometer (inkl. Stehendschießen gehen). Neuners Rückstand auf das Führungsduo: 59 Sekunden. Drei Kilometer vor dem Ende der Staffel war der Rückstand Neuners ’nur noch‘ bei 38 Sekunden. Die Anweisung von Bundestrainer Rico Groß war ganz klar: Riskier was! Und Neuner riskierte beim Stehend-Schießen. Blieb Fehlerfrei und schob sich vor den letzten zwei Kilometern auf Rang 2 – die Ukraine (ebenfalls Fehlerfrei am Schießstand) war ’nur noch‘ gut 20 Sekunden entfernt. Frankreich lag unangefochten auf dem Bronzerang.

Kurz vor dem Erreichen des Stadions konnte Neuner die Ukrainerin bereits überholen. Der Sieg in der Staffel geht an Deutschland vor der Ukraine und Frankreich. Die letzten Meter war Jubel angesagt bei Magdalena Neuner und ihren Teamkolleginnen, die ihrer Rolle als Schlussläuferin gerecht wurde.

Damit ist die Biathlon-WM in Russland abgeschlossen. In der Medaillenbilanz der WM lag am Ende Norwegen mit 4 x Gold, 1 x Silber und 3 x Bronze doch noch knapp hinter Deutschland (4/ 3 / 0). Es folgen Frankreich (1 / 1 / 3), Finnalnd (1/1 /0), Schweden (1/o /1), Russland (0/3/0), Weißrussland (0/1/0) und der Ukraine (0/1/2). Magdalena Neuner hat mit diesem Titel 10 WM-Titel errungen – mit ihren 24 Jahren. Heute wird noch kräftig gefeiert, gab die Wallgauerin das Motto des abends aus :-). Die Vorbereitungen der Aktiven Biathleten sind nun auf die Weltmeisterschaft im Frühjahr 2012 im Chiemgau gerichtet. Ruhp0lding (Landkreis Traunstein) in Oberbayern ist der nächste Veranstaltungsort.

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Beckert, Ost und Pechstein gemeinsam zum Teamerfolg in Inzell

Kanada, USA, Japan, Niederlande, Deutschland: in der Team-Verfolgung der Damen sind das bei den Eisschnellläufern die favorisierten Teams. In Inzell (Landkreis Traunstein) werden für Deutschland die beiden Medaillengewinnerinnen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein sowie Isabell Ost an den Start gehen. Als Ersatzläuferin im (erweiterten) Team ist Jennifer Bay, die jedoch voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen wird. Deutschland war bei den beiden Team-Entscheidungen der Olympischen Spielen siegreich. Die Kanadierinnen erreichten im „Fernduell“ eine Zeit knapp unter 3 Minuten über die 3000 Meter-Strecke. Deutschland erreichte eine Zeit von 3:01,82 und belegte damit am Ende Platz drei. Der Sieg ging an Kanada vor den Niederländerinnen um Doppel-Weltmeisterin Ireen Wüst.

Damit erreichte Deutschland bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaftein in Inzell eine beachtliche Medaillensammlung für Deutschland:

  • Gold: Jenny Wolf (500 Meter)
  • Silber: Stephanie Beckert (5000 Meter)
  • Bronze: Stephanie Beckert (3000 Meter), Claudia Pechstein (5000 Meter), Teamverfolgung (Isabell Ost, Claudia Pechstein, Stephanie Beckert)

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