Beckert, Ost und Pechstein gemeinsam zum Teamerfolg in Inzell

Kanada, USA, Japan, Niederlande, Deutschland: in der Team-Verfolgung der Damen sind das bei den Eisschnellläufern die favorisierten Teams. In Inzell (Landkreis Traunstein) werden für Deutschland die beiden Medaillengewinnerinnen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein sowie Isabell Ost an den Start gehen. Als Ersatzläuferin im (erweiterten) Team ist Jennifer Bay, die jedoch voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen wird. Deutschland war bei den beiden Team-Entscheidungen der Olympischen Spielen siegreich. Die Kanadierinnen erreichten im „Fernduell“ eine Zeit knapp unter 3 Minuten über die 3000 Meter-Strecke. Deutschland erreichte eine Zeit von 3:01,82 und belegte damit am Ende Platz drei. Der Sieg ging an Kanada vor den Niederländerinnen um Doppel-Weltmeisterin Ireen Wüst.

Damit erreichte Deutschland bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaftein in Inzell eine beachtliche Medaillensammlung für Deutschland:

  • Gold: Jenny Wolf (500 Meter)
  • Silber: Stephanie Beckert (5000 Meter)
  • Bronze: Stephanie Beckert (3000 Meter), Claudia Pechstein (5000 Meter), Teamverfolgung (Isabell Ost, Claudia Pechstein, Stephanie Beckert)

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Inzellerin Gabi Hirschbichler tritt heute bei der WM in der heimischen Arena an

Ihr größtes Ziel der Saison war es, bei der WM daheim in Inzell (Chiemgauer Land) dabei zu sein. Das hat die Eisschnellläuferin aus Inzell (Landkreis Traunstein) nun erreicht. Für Gabi Hirschbichler wird es am heutigen Samstag nun ernst: ihr Wettkampf in der Max-Aicher-Arena findet statt. Die Besonderheit im Vergleich zu ihrem Teamkollegen: für sie ist Inzell auch vom Wohnort her Heimat. Man kennt die Sportlerin hier und vor allem: die Sportlerin kennt die Leute. Die gegenseitigen Erwartungen sind anders, als bei den Teamkollegen.

Das Eis in der neu geschaffenen Max-Aicher-Arena ist gut und ziemlich schnell, freut sich die Inzellerin auf ihren Auftritt: denn daheim fühle sie sich ziemlich wohl, beschreibt Hirschbichler ihre Chiemgauer Heimat in einem Interview. Die Berge hier seien ihre Wohlfühloase. Sie würde immer wieder gerne hier sein, sei gerne Inzellerin, beschreibt die Gastwirtstochter, die in dem oberbayerischen Ort im Landkreis Traunstein aufgewachsen ist.

Ihre Erwartungen für das Weltmeisterschaftsrennen – ganz klar eine Top-15-Platzierung. Im Gesamtweltcup hatte Hirschbichler das Ziel in dieser Saison mit Gesamtplatz 10 ja bereits geschafft. Nun steht das in der mit viel Glaselementen gefertigten Max-Aicher-Halle bei der Einzelstrecken-WM noch bevor. Das Eis in der Halle liege ihr in jedem Fall und werde sicherlich im Laufe der nächsten Wettkämpfe und Jahre noch schneller werden. Für die Bekannten und Freunde aus der Heimatgemeinde Inzell bzw. der Region Chiemgau heißt es also am Samstag über die 1000 Meter kräftig die Daumen zu drücken …

Bei der Eröffnungsfeier im Ortszentrum von Inzell waren die Sportler teils überwältigt von der Begeisterung, die ihnen bereits zu Beginn der WM zu teil wurde – Tausende waren gekommen, um die Aktiven anzu feuern. Allen voran die Inzellerin Gabi Hirschbichler: „I bin so froh, dass i do dabei bin, so fui Einheimische, des is einfach schee!“

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Langstreckenrennen der Damen in Inzell: Claudia Pechstein legt vor und setzt Konkurrenz mit einer Zeit um 7 Minuten unter Druck

Dreimal in Folge gewann Claudia Pechstein die 5000 Meter, war lange Jahre Favoritin. Ihre Rekordzeit liegt bei 6:46,91 Sekunden. Bei der WM in Inzell (Landkreis Traunstein) geht es für die Berlinerin im Alter von 39 Jahren jedoch eher um eine Platzierung unter den Top 5, vielleicht mit einem kleinen Blick auf die Bronzemedaille. Über die 3000 Meter reichte es für Pechstein ja ’nur‘ zu einem 8 Platz. Bisher gewann Pechstein 60 internationale Medaillen, nahm an fünf olympischen Spielen teil, bei denen sie immer eine Medaille gewinnen konnte. 2005 gewann Anni Friesinger die WM über die 5000 Meter ebenfalls in Inzell den Titel auf dieser Strecke.

Claudia Pechstein ging als eine der ersten der Favoritinnen auf das Eis und erreichte mit ihrem langen druckvollen Schlittschuhschritt gleich von Beginn an konstante und schnelle Rundenzeiten. Das große Plus Pechsteins: ihre Konstanz in den Runden. Die Berlinerin kommt im Ziel auf eine Zeit von 7:00,90. Mit dieser erreichten Zeit konnte die 39 Jahre alte Berlinerin den Druck auf die nach ihr laufenden Konkurrentinnen gleich entsprechend hoch setzen und ihre Ambitionen auf die Medaille anmelden. Zum Vergleich: der Bahnrekord in Inzell liegt bei 6:56,98 Minuten – aufgestellt vor einiger Zeit durch die Tschechin Martina Sablikova.

Martina Sablikova gilt im Rennen als die Topfavoritin, die im vorletzten Rennen an den Start ging. Sablikova gewann bereits den Weltcup, Welt- und Europameisterschaften sowie einen Olympiatitel. Über die 12,5 Runden orientierte sich die Favoritin an der Zeit von Pechstein, die zu diesem Zeitpunkt noch in Führung lag. Von Beginn machte Sablikova Druck, hatte konstante Rundenzeiten unter 33 Sekunden. Die Endzeit war ein neuer Bahnrekord in Inzell: 6:50,83 Minuten. Die Tschechin ging damit vor dem letzten Paar mit Stephanie Beckert in Führung, Claudia Pechstein wurde auf Rang 2 verdrängt, ehe das letzte Paar (Stephanie Beckert gegen die Japanerin Eriko Ishino) aufs Eis ging.

Im Rennen merkte man, das Stephanie Beckert die Zeit Sablikovas im Blick hatte und sich mit ihrer Zeit an der Tschchin orientierte, am Ende jedoch knapp hinter Sablikova ins Ziel kam. Ihre Zeit: 6:54,99 Minuten. Am Ende gab es zwei Medaillen für Deutschland: neben Stephanie Beckert holte auch Claudia Pechstein eine Medaille. Beckert holt Silber, Pechstein Bronze.

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Eine Baustelle mit Charme: Max-Aicher-Arene in Inzell ist pünktlich fertig geworden

In Inzell wird es während den Weltmeisterschaften – den 13. bei den Einzelstrecken – sicherlich Rekorde geben. Denn das Eis in der neuen Eishalle ist ziemlich schnell. Bereits zum zehnten Mal ist die Chiemgau-Gemeinde bereits Ausrichter einer Weltmeisterschaft (Sprint, Einzelstrecken oder Mehrkampf). Die Halle ist pünktlich fertig geworden, vergessen sind momentan die Probleme, die es während der Bauphase des 36-Millionen-Projektes gegeben hatte. Abends, wenn die Max-Aicher-Halle beleuchtet ist und man in den knapp 5000-Einwohner-Ort hinein fährt, ist die Glashalle ein echter Hingucker. Die Halle wird während der Wettbewerbe der Weltmeisterschaft ausverkauft sein. Allerdings werden einige der Zuschauer das Manko live erkennen können: denn auf ihren Plätzen sind keine Sitzschalen sondern lediglich Kissen, die auf dem Beton liegen. Dem Bauherrn ist dabei nicht das Geld ausgegangen. Dem Bauherrn nicht, aber der für die Bestuhlung zuständigen Firma: die ist pleite gegangen und man muss sich nach der Weltmeisterschaft um Ersatz kümmern. Bis zur WM wäre es nicht mehr möglich gewesen, da bis zuletzt eifrig an der Fertigstellung gearbeitet wurde.

Der Bau der Halle kostet rund 36 Millionen Euro. Die Finanzierung wurde bis April 2009 verhandelt und geklärt. Innerhalb von nicht einmal zwei Jahren entstand die nunmehr modernste Eisschnelllauf-Halle der Welt. Der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) Gerd Heinze, geht davon aus, dass Inzell mit dieser Halle Maßstäbe setzen wird: „Die Architektur und die technologische Ausstattung werden Maßstab für weitere neue Hallen auf der ganzen Welt sein. Inzell setzt Standards.“ Deutschland strebt während der heimischen Welttitelkämpfe fünf Medaillen an, Bundestrainer Markus Eicher wäre von einem solchen Ergebnis mehr als begeistert. Zu den Favoriten zählen u.a. Jenny Wolf und Stephanie Beckert sowie das Team.

Inzell trägt seit 1965 Eisschnelllauf-Wettkämpfe auf seiner Bahn aus. Zahlreiche Rekorde wurden hier – im Freuen – geknackt. Auch von Anni Friesinger-Postma, die aus Inzell stammt und hier sehr viele gute Rennen abgeliefert hat. An der Heim-WM wird die Sportlerin aufgrund von Verletzungen, die sie zum Karriereende zwangen, nicht mehr teilnehmen. Inzwischen ist bekannt, das Friesinger-Postma noch in diesem Jahr Mutter wird. Vom Eis zeigt sich die mehrfache Weltmeisterin aber mehr als begeistert: „Es ist ein richtig gutes Eis hier.“

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13. Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer (Einzelrennen) in Inzell durch Peter Ramsauer eröffnet

3000 Zuschauer waren dabei, als in der Max-Aicher-Halle in Inzell (Landkreis Traunstein) die 13. Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer eröffnet wurde. Die kurze Eröffnungsfeier fand am ersten Wettkampftag statt, die Sportler waren dabei. Die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM besteht aus 20 Aktiven. Insgesamt werden bei der Weltmeisterschaft 23 Nationen am Start sein.

Der Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Traunstein, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (MdB) eröffnete die Eisschnelllauf-Wettkämpfe in der neuen, für 36 Millionen Euro errichteten Max-Aicher-Arena. Im Rahmenprogramm wurde sehr stark auf die bayerische Tradition gesetzt, Blasmusik integriert.

Die Welttitelkämpfe dauern bis Sonntag. Aus deutscher Sicht zählen u.a. Stephanie Beckert, Jenny Wolf und Claudia Pechstein zu den Mitfavoriten.

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Oberbayern innerhalb weniger Wochen bereits zum dritten Mal Austragungsort von Weltmeisterschaften

Inzell rüstet sich bereits für die Einzelweltmeisterschaften der Eisschnellläufer, die vom 10. bis 13. März 2011 in der neu gebauten Max-Aicher-Halle statt finden werden. Der Ort im Chiemgau hat im Eisschnelllauf Tradition, Anni Friesinger-Postma hätte gerne bei den Weltmeisterschaften in ihrem Heimatort ihre Karriere beendet. Die Gesundheit machte der 34-Jährigen jedoch einen Strich durch die Rechnung, weshalb Friesinger-Postma ihre Sportlerlaufbahn vor Beginn dieser Saison beendete. Stattdessen freut sich die 34 Jahre alte Ex-Sportlerin inzwischen auf Nachwuchs und wird am Rande der Eisbahn die Kolleginnen analysieren.

Und die Kolleginnen sind allen voran Jenny Wolf und Judith Hesse im Sprintbereich sowie Stephanie Beckert und Claudia Pechstein über die Langstrecken. Diese vier Sportlerinnen wollen im Damen-Teilnehmerfeld um die Medaillen kämpfen.

Nach den Wettbewerben in der Max-Aicher-Arena, die direkt am Leistungszentrum Eisschnelllauf errichtet wurde, geht es für die Fans in die Dorfmitte Inzells auf die Partymeile. Der Eintritt zur Partymeile ist kostenlos. Partyzelte, eine Showbühne sowie 16 Band werden hier an den Tagen für Stimmung sorgen. Die Festivitäten sind zwischen dem 9. und 12. März in Inzell. Am Samstag ist hier Familientag mit einem Kletterturm, Jongleuren, Gauklern und Kinderschminken. Bereits ab 9 Uhr ist an diesem Tag im Ort etwas geboten – auch musikalisch mit „No Beer vor Vali“, „LIAAA“, „List“ und „Dan Cotletto“.

Am Mittwoch, 9.3.2011 ab 18 Uhr geht es auf der Hauptbühne los. Eine Stunde lang wird „Fire44“ einheizen, ehe zwischen 19 und 20.30 Uhr die offizielle Eröffnungsfeier mit Feuerwerk statt findet. Ab 20.30 Uhr findet im Bayerischen Zelt ein Konzert mit „Die lusigen Bergla“ statt, während im Internationalen Partyzelt „Hurricanes“ einheizen wird.

Die „Bayern 3 Band“ wird am Donnerstag, 10.3.2011 um 18 Uhr auf der Bühne stehen. 20.30 Uhr ist die Startzeit für die Konzerte von „Ruperti Blosn“ (Bayernzelt) und „Back in town“ (Internationales Partyzelt).

Das Abendprogramm am Freitag, 11.3.2011 bestreiten ab 18 Uhr „Wipe out“ auf der Hauptbühne sowie „D‘ Hochfellner“ (Bayernzelt) und „Second Hand Band“ (Internationales Partyzelt). Den Abschluss auf der Partymeile gibt es am Samstag, 12.3.2011. Von 9 bis 13 Uhr ist Familientag, „Söör“ wird ab 18 Uhr auf der Hauptbühne auftreten, „Boarisch Sixx“ (Bayerisches Zelt) und „Club 3“ (Internationales Partyzelt) werden den musikalischen Abschluss der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft (Partymeile) bilden.

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Inzell rüstet für die Eisschnelllauf-WM: Teilnehmer bereiten sich teilweise bereits in oberbayerischer Gemeinde auf die Wettkämpfe vor

Mitte März finden in der oberbayerischen Gemeinde Inzell (Landkreis Traunstein) die Einzelweltmeisterschaften der Eisschnellläufer statt. Dieser Wettkampf wird quasi die erste sportliche Bewährungsprobe für die neu gebaute Max-Aicher-Halle sein. Die ersten WM-Teams und Sportler sind bereits nach Inzell gekommen, um sich dort auf die internationalen Meisterschaften vorzubereiten, währe3nd andere Sportler – beispielsweide die qualifizierten deutschen Athleten – beim Weltcupfinale in den Niederlanden (Heerenveen) am Start sind.

Geplant ist für den heutigen Freitag sowie am Samstag ein Testwettkampf – die German Open. Deutsche Kadersportler sowie internationale Aktive werden hier mit dabei sein. Ein Deutscher hat sich im Vorfeld des Wettbewerbes verletzt: Jörg Dallmann hat sich bei einem Sturz gestern den Arm ausgekugelt und muss pausieren. Ob sein WM-Start in Gefahr ist, muss sich in den nächsten Tagen heraus stellen.

Viel los sein wird in den nächsten Tagen und Wochen in Inzell in jedem Fall. Denn die Hotels dort sind nahezu ausgebucht. Und auch für die Wettkämpfe am WM-Wochenende sind keine Karten mehr erhältlich. Inzell erwartet den großen Besucheranstoss ab dem 07. März 2011. Die Gemeinde am Rande der bayerischen Alpen wird dann zahlreiche internationale Besucher haben – viele von ihnen werden sicherlich niederländisch sprechen.

Eröffnet wird die Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft dann am 10. März. Im ehemaligen Krankenhaus, das komplett umgebaut ist, werden die Spiele eröffnet bzw.ist letztlich auch die medizinische Betreuung untergebracht.

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