Journalismus ist weit mehr als nur Artikel schreiben

Die Medienwelt wandelt sich. Wurden Artikel früher mit der Druckmaschine gesetzt, werden die Seiten heute direkt am Rechner zusammengestellt, belichtet und an direkt an den Druck weiter gegeben. Die Vorlaufzeiten verkürzen sich damit. Wer noch vor 20 Jahren Journalismus betrieb, der kannte den sog. Klebeumbruch. D.h. Artikel wurden ‚gesetzt‘, ausgedruckt und per Aufkleben auf ein Blatt Papier zusammengestellt. Dies diente als Vorlage für die Druckseite.

Um die Jahrtausendwende – also in den letzten zehn Jahren – wurde von den Redakteuren ein immer umfassenderes Wissen erwartet: die Eier legende Wollmilchsau war gefragt, die Schreiben konnte und zugleich als VJ die Beiträge für das (lokale) Fernsehen gleich mit lieferte. Die Entwicklung von Verlagsseite her ging dabei häufig dahin, hier nur mehr sog. Freie Journalisten einzusetzen und ein Terminbezogenes Honorar zu bezahlen – Beiträge für Hörfunk, Zeitung und Fernsehen inklusive.

Inzwischen haben einige Verantwortliche bereits festgestellt: Werte und Qualität gehen dabei verloren. Denn: geschrieben wird in der heutigen Zeit von vielen. Nur bleibt die Frage ob Verteilung, inhaltlicher Qualität und journalistischem Hintergrund. Volontariate – also die Grundausbildung des Journalismus – sind zwar noch wichtig. Wer Journalist werden will wird sich zuünftig jedoch darauf einstellen müssen, zuerst ein Studium zu absolvieren.

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Journalismus-Studenten jobben häufig bereits seit Jahren in der Branche

Michael Hirschler ist Referent beim Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Der DJV ist die Interessenvertretung der Journalisten und bietet Hilfestellungen, Kontakte und Beratungen für seine Mitglieder. Der Referent erklärt: „Normalerweise sind Studenten mit einem reduzierten Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse versichert bei einem studentischen Arbeitsverhältnis.“ Diejenigen studentischen Medienschaffenden, die beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig sind, sind auch weiterhin als Studenten gesetzlich Krankenversichert. Voraussetzung sei, dass die wöchentliche Tätigkeit nicht über 20 Stunden liegen würde. Bei unter 400 Euro erfolgt in der Regel eine Anmeldung als geringfügig beschäftigter, liegt das Brutto über der Grenze, so erfolgt eine einkommensabhängige Einzalung in Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung. Liegt die Arbeitszeit über den 20 Stunden, so ist das Privileg der studentischen Arbeitskraft weg. Der Student gilt als ganz normale Arbeitskraft. Eine Ausnahme ist dann, wenn es sich um eine befristete Tätigkeit (Stichwort: Semesterjob) handelt. Hier heißt es jedoch auch, die entsprechenden hierfür geltenden Grenzwerte zu berücksichtigen.

Wer als Journalismus-Student selbständig bzw. freiberuflich tätig ist, der muss sich entsprechend absichern. Es sei daher empfehlenswert, so Hirschler, eine regelmäßige journalistische Tätigkeit bei der Künstlersozialkasse (KSK) anzumelden. Über die ist der journalistische Student dann nämlich bereits Rentenversichwert, was dem späteren Rentenguthaben ja entsprechend angerechnet wird. Den diesbezüglichen Beitrag zahlen jeweils zur Hälfte der Journalist und die KSK. Ist der Student mehr als 20 Wochenstunden tätig, gilt er nicht mehr als Student, sondern als freier Journalist und ist voll kranken-, pflege- und rentenversicherungspflichtig. In den ersten Jahren kann dies als Berufsanfänger eingestuft werden. Danach muss man mindestens einen Gewinn von 3900 Euro erwirtschaften. Eine Freiberufliche Tätigkeit ist beim Finanzamt anzumelden. Wird man gewerblich tätig (Marketing und PR), so ist eine Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde des Firmensitzes erforderlich.

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Bachelorstudiengang Kommunikation: ein Kurzportrait

Wer heute zielgerichtet in der kommunizieren möchte, der muss zahlreiche Spielregel beachten, damit er nicht ‚durchfällt‘. Kommunikation – das ist die Mitteilung und Verteilung bestimmter Informationen an andere. Vorgaben, die stetig sind und beachtet werden müssen und individuelle Vorgaben, die rund um die Kommunikation mit bestimmten Zielgruppen wichtig sind, verkomplizieren möglicherweise die Kommunikation.

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Studium als Grundlage für eine effektive berufliche Entwicklung

Wer sich beruflich weiter entwickeln möchte, der darf in der heutigen Zeit nicht mehr auf Stillstand setzen. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Schul- und Berufsausbildung hört letztlich das lernen nicht auf. Vielmehr wird heute erwartet, dass der fundiert agierende Mitarbeiter über eine Reihe von weiteren Skills verfügt. Lebenslanges Lernen und Weiterbilden ist hier sicherlich ein wichtiger Begriff. Verschiedene Studiengänge – z.B. das Wirtschaftsinformatik Fernstudium – stellen eine perfekte Grundlage sowohl in kaufmännischer als auch in technischer Hinsicht dar. Die Basics in beiden Bereichen werden den Studenten vermittelt und der Bachelor ist ein international anerkannter Studienabschluss. Ein Abschluss auf den man in beruflicher Hinsicht auch aufbauen kann, z.B. mit einem Masterabschluss oder der Doktorarbeit. Neben den schulischen bzw. universitären Fähigkeiten ist es in der heutigen Berufswelt aber auch sehr wichtig, dass man über die entscheidende und erforderliche praktische Qualifikation verfügt. Praktische Erfahrung und ein Auge für die Entwicklungen in der Branche, in der man tätig ist. Während früher häufig ein Abteilungsdenken galt, wird heute oftmals ein übergreifendes Sehen und Erkennen erwartet, dass das Unternehmen, in dem man beschäftigt ist im internationalen Vergleich stand halten lässt bzw. diesem das gewünschte Entwicklungspotential lässt.

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Die klassische Zeitung auf dem Abstellgleis?

Social Media und Networking verändert die journalistische Arbeitsweise. Beginnend bei der Themenrecherche, endend in der Verbreitung der Nachrichten und Informationen. Crossmedia – also die Mehrfachnutzung von Kanälen ist hier für Journalisten längst zur Notwendigkeit geworden. Von Verlagen wird eine fundierte Mehrfach-Ausbildung sowohl in den Bereichen des Schreibens als auch im Audio- und Videobereich längst vorausgesetzt und die Beiträge per einfacher Vergütung mehrfach verwertet.

Die Crossmedia-Journalistin Ramona Schittenhelm hat selbst den klassischen Weg über die Print-Medien genommen – Zeitung und Fachzeitschrift. Allerdings sei der Crossmedia-Weg vorgezeichnet gewesen, schon während des Volontariates. Denn bereits dort wurden in den 90er Jahren die Weichen für das heutige Wirken bereits gelegt: „Als Journalist muss man heute versuchen, die Kanäle zu nutzen, die vorhanden sind. Dies kann nicht mehr nur im klassischen Print-Bereich sein.“ Diese Erkenntnis teilt die Redakteurin mit vielen Kollegen. Während andere Branchen von Dingen wie einem Mindestlohn sprechen, würden freiberuflich tätige Journalisten lieber die Berechnung des Stundenlohns unterlassen, beschreibt die Redakteurin. Das sei ein viel zu frustrierendes Unterfangen, insbesondere dann, wenn man Ausbildung und Studium durchlaufen habe und am Ende für einen veröffentlichten Artikel quasi nen Apfel und n Ei bekommen würde. Viele würden sich diesen Beruf als finanziell lukrativ vorstellen. Allerdings steckt hier viel Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und freiwilliger Einsatz dahinter. Anders kann man die journalistische Arbeit als Freier kaum beschreiben.

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